“bin nach dem lesen immer so euphorisch und forme ständig sätze für eigene tagebucheintragungen. die gibt es ja sonst nicht. klar, ab und an hab ich schon das bedürfnis. genau dann, wenn es in eine neue stadt geht und das leben neuland betritt. und
wenn mal wieder ‘der ernst des lebens beginnt’. dann schreibt man in ein kleines heft. anfangs regelmässig, später nur noch, wenn man muse hat oder wirklich mal was erlebt.
aber wie oft finden genau die tage statt, die man am darauf folgenden schon wieder vergessen hat? tage, an denen man früh aufsteht, kaffee trinkt, zur arbeit geht und dann nach hause. abende, an denen man daheim vor der glotze sitzt oder sinnlos in cafés rumhockt. wartend, dass sich was tut. tut es aber dann doch nicht und man geht ins bett und schläft ohne träume ein.”
wunderwahr und leider nicht von mir. sondern von säm. danke dafür - unbekannterweise.
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